
Chișinău: An der Peripherie des maroden Breschnew-Imperiums kündigt sich ein epochaler Wandel an. Davon unberührt lebt der Jungpionier Iulian für seine Ideale. Der Renter Nicolae sucht nach Gerechtigkeit für seine Frau, die vom Inbegriff des »Aufbaus des Sozialismus«, einem Baukran, erschlagen wurde. Der Arbeiter Ionel kämpft um seine Familie, während sein Cousin Grișa die Großstadt entdeckt.
Mit bissigem Humor, viel Mitgefühl und einem scharfen Blick für die grotesken Details des Alltags in der UdSSR porträtiert Iulian Ciocan den Homo sovieticus – von einfachen Arbeitern und mürrischen Kriegsveteranen bis hin zu korrupten Apparatschiks. Sie alle suchen ihren Weg zwischen den sowjetischen Idealen und den Möglichkeiten des realen Lebens.
Iulian Ciocan, (*1968 in Chișinău) ist Autor, Literaturkritiker sowie Journalist und gehört zu den wichtigsten Stimmen der moldauischen Literatur. Neben wissenschaftlichen und publizistischen Werken hat er bislang fünf Romane veröffentlicht. Sie wurden in mehrere Sprachen übersetzt, darunter Bulgarisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Serbisch, Slowakisch, Tschechisch und Ungarisch. Er ist verlegerischer Leiter des ARC Verlages in Chișinău.