
In diesen meisterhaften Miniaturen entfaltet sich eine Welt zwischen Traum, Erinnerung und Abgrund, die das Vertraute ins Flirren bringt. Jede Erzählung öffnet einen neuen Riss in der Wirklichkeit – poetisch, düster, ergreifend. Sie zeichnen Porträts von Außenseitern, Gauklern und Getriebenen – Menschen, die am Rand ihrer Existenz balancieren, bis das Komische ins Unheimliche kippt und das Leichte vom Schatten berührt wird. Wer sich darauf einlässt, entdeckt hinter dem Alltäglichen eine verborgene, leuchtende Wahrheit, die zugleich unheimlicher ist, als wir es je erahnten. Mit poetischer Verdichtung und feinem Gespür für das Abgründige entfaltet Afanasjew ein Panorama menschlicher Sehnsüchte, Verletzungen und Verirrungen, das lange nachhallt.
Jerzy Afanasjew (1932–1991) war ein polnischer Schriftsteller, Regisseur und Mitbegründer des legendären Danziger Studententheaters „Bim-Bom“. Er prägte die polnische Nachkriegsavantgarde vor allem durch Lyrik, Satire und surreale Prosa. Sein Werk verbindet Märchenhaftes, Fantastik, Groteske, Ironie und feinen Wortwitz.