
Eine unerwartete Begegnung reißt den Maler Philipp Thavernier aus seinem ungestörten Morgen. Längst vergessen geglaubte Erinnerungen wecken in ihm den Wunsch nach der Rückkehr in die Berge: hinauf in das abgelegene Dorf, wo er als kleiner Junge glückliche Monate verbrachte. Hoch oben in Zampé lebte östlich des Großen Abgrunds eine eingeschworene Gemeinschaft, im Winter durch die ständig drohenden Lawinen abgeschnitten von der Außenwelt. Doch Philipp findet das Dorf nicht mehr, nicht einmal die Ruinen. Was ist nur aus dem Paradies seiner Kindheit und dessen Bewohnern geworden? Er begibt sich auf Spurensuche.
Maurice Zermatten, 1910 im Wallis geboren, war ein erfolgreicher Roman- und Theaterschriftsteller, Essayist und Journalist. Die Zeiten des Umbruchs nach dem Zweiten Weltkrieg und der Einzug der Moderne in die Bergwelt des Wallis prägten sein schriftstellerisches Schaffen. Er starb 2001.